Die für den 07.08.2017 angekündigte Mondfinsternis war von Jena aus zwar nur noch partiell zu beobachten, jedoch war das Wetter gut und ich habe mich entschlossen, das Ereignis zu beobachten. Mit leichtem Gepäck ging es zu einem Standort außerhalb des Saaletals auf eine Art Hochebene bei Coppanz. Dabei hatte ich nur die EOS 1200da auf einem Fotostativ. Als Objektiv nutzte ich das Rubinar 500/5,6. Es bildet den Mond so ab, dass man ihn gut erkennt und nicht ständig korrigieren muss.

Die passende Beobachtungsposition konnte mit "Photographer's Ephemeris" ganz gut eingegrenzt werden. Lt. Plan sollte der Mond direkt über dem Horizont sichtbar werden, ohne dass Baumgruppen stören. Die Fotos wurden mit einer Belichtungszeit von 1/60 s bei ISO 800 im 15-s-Takt angefertigt. Dieses Bild wude unmittelbar nach dem Mondaufang fotografiert:

 

Man merkt schnell, dass das Licht einige Zeit in der Atmosphäre unterwegs war. Die Gestalt war doch ordentlich deformiert.

 

Die zwischen 20.45 Uhr und 21.45 Uhr gesammelten Bilder wurden später zentriert und zu diesem Zeitraffer zusammengefügt. Insbesondere hier zeigte sich die Luftunruhe und die sich stetig verändernde Form des Mondes - das Bild wackelt ordentlich. Der Kernschatten ist gut zu erkennen und vielleicht auch das Streulicht der Erdatmosphäre. Mit etwas gutem Willen erkennt man gegen Ende auch den etwas heller werdenden Mond, was der abziehende Halbschatten bewirkt haben könnte.

 

 

Hier ist noch ein Zeitraffer, der das Umfeld zeigt (besten Dank an Daniel Sebastian):

 

 

 Diese Collage zeigt Mondfotos in der Zeit von 20:44 bis 21:24 Uhr:

Die ersten Fotos entstanden kurz nach dem Sonnenuntergang. Der Kontrast ist dementsprechend schwach.